Carlfriedrich Claus

9. November 2016 - 28. Januar 2017  Aus dem Unendlichen herauf.
Zum 90. Geburtstag von Gerhard Altenbourg 
Eine Ausstellung mit Arbeiten von Gerhard Altenbourg, Carlfriedrich Claus und Horst Hussel.

Carlfriedrich Claus bezeichnete seine Arbeiten als „starting points“ für eigene geistige Aktivitäten. Ihm ging es darum, aus dem Gerüst der natürlichen Sprache auszubrechen. Claus verstand seine Sprachblätter und experimentellen Sprechoperationen als Vorschlag, mit unseren eigenen Gedanken zu experimentieren. Interessant war, wie er seine transparenten Blätter erarbeitete. So, dass sich erst im Durchscheinen der jeweils anderen Seite das Werk erschließt. Er zeigt, dass sich hinter Reflexionen, zwischen Worten, Sätzen und Zeilen auch Bilder verbergen.

Wir zeigen in unserer Ausstellung hauptsächlich Sprachblätter von denen nur geringe Auflagen gedruckt wurden. Dabei sind auch seltene Widmungsexemplare: eine Lithographie mit einer persönlichen Widmung an Albert Kapr, dem ehem. Professor für Schrift- und Buchgestaltung an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, sowie eines seiner Haupt- und Schlüsselwerke „Allegorischer Essay für Albert Wigand: Naturalisierung des Menschen, Humanisierung der Natur, ein kommunistisches Zukunftsproblem“. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Carlfriedrich_Claus

 

Biographie

1930 geboren in Annaberg / Erzgebirge

1959-64 Sprachblätter und theoretische Texte

1959-64 Geschichtsphilosophisches Kombinat (Zeichnungen)

ab 1951 Erarbeitung experimenteller Texte

ab 1961 Arbeit an doppelseitigen, transparenten Textzeichnungen, Erkundungen der unterschiedlichen Arbeit der rechten und der linken Gehirnhälfte und der unterschiedlichen Arbeit der rechten und der linken Hand

ab 1968 Arbeit an Lithographien und Radierungen


1998 gestorben in Chemnitz